DLR - Deutsche Luft- und Raumfahrtgesellschaft

Das Deutsche Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin bearbeitet medizinische und psychologische Fragestellungen in der Luft- und Raumfahrt und betreibt Grundlagenforschung zur Auswirkung des Weltraummilieus im Bereich der Medizin, Psychologie, Biologie und Strahlenbiologie.

Hierzu gehören:  
- Untersuchungen zur Gefährdung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit durch gerätebedingte, umweltbezogene oder organische Faktoren; - Bereitstellung von Methoden und Kriterien zur Erfassung der Beanspruchung in Mensch/Maschine-Systemen;

- Erforschung der Auswirkungen des Weltraumaufenthaltes auf den Menschen, einschließlich Fragen der Gravitations- und Strahlenbiologie;

- Grundlagenforschung unter Ausnutzung der besonderen Bedingungen und Forschungsmöglichkeiten des Weltraums.
 
Die Forschungsarbeiten werden ergänzt durch Auftragsuntersuchungen für Behörden und Industrie sowie die Unterstützung externer und interner Wissenschaftler mit Aktivitäten des Nutzerunterstützungszentrum MUSC (Microgravity User Support)), einer gemeinsamen Einrichtung des Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin, des Instituts für Raumsimulation und des Instituts für Werkstofforschung der DLR.
 
Zur Durchführung dieser Arbeiten stehen modernste Versuchsanlagen, Messeinrichtungen und Labore zur Verfügung, unter anderem eine Zentrifugenanlage für die Erforschung von Beschleunigungseinwirkung, eine Über- /Unterdrucksimulationsanlage, eine Simulationsanlage zur Untersuchung der Auswirkung von Zeitzonenflügen und Schichtarbeit, ein leistungsstarkes NMR (4,7 Tesla) und Einrichtungen zur Simulation von Schwerelosigkeit, Vakuum und Strahlung bei Kleinlebewesen.
 
Hier wurde bereits vor über 30 Jahren der Grundstein des Lower Body Negative Pressure Device gelegt, ohne das die bemannte Weltraumfahrt nicht auskommen kann.
 
Besonderes Augenmerk wird bei den Arbeiten des Instituts auf Fragen des Technologietransfers gelegt. Und so kam es zu der Kooperation mit der Weyergans High Care AG, bei der die IHK-Aachen Pate gestanden hat. Die Weyergans AG hatte ihrerseits bereits Erfahrungen mit der Unterdruckbehandlung und mit Unterdruckmassagen gemacht hatte. Im Unterschied zum bekannten LBNPD, das einen kontinuierlichen, permanenten Unterdruck vorsieht, brachte Weyergans bereits Erkenntnisse und Patente in der rhythmischen Beaufschlagung von alternierenden Unter- und Überdruckwellen ein.